Citizen Workshop on the Future of Government

12
03
2018
09:00 - 17:00 Uhr
EU Policy Lab

Der bereits in Irland, Schweden, Malta, Spanien und Polen durchgeführte Citizen Workshop bot auch den PartnerInnen des GovLabAustria die Möglichkeit, sich mit künftigen Zukunfszenarien im Rahmen des Projekts „Österreich 2035 – der Staat und Ich“ zu befassen. Neben einem Rückblick auf das bisherige Jahrtausend mit all seinen zahlreichen Entwicklungen und Auswirkungen auf unser heutige Leben wagten unterschiedliche ExpertInnen aus der Verwaltung, dem privaten Sektor und den Universitäten beim Citizen Workshop des GovLabAustria und des EU Policy Lab am 12. März 2018 einen Ausblick auf die möglichen Tendenzen und Strömungen der kommenden 17-18 Jahre.

Im ersten Segment der Veranstaltung wurden die drei Diskussionsbereiche „Öffentliche Leistungen“, „Partizipation“ und „Interessensausgleich“ festgelegt. Die künftige Entwicklung weg von standardisierten hin zu individuellen Angeboten für die BürgerInnen waren ein großes Thema zu den öffentlichen Leistungen, während die Rolle des Staates als Teil eines komplexen Geflechtes unterschiedlicher Akteure im Schwerpunkt „Interessensausgleich“ diskutiert wurde. Die wachsende Gefahr von Fehlinformationen und die Notwendigkeit weitreichenderer politischer Bildung beherrschten die Gespräche zum Thema „Partizipation“.

Eine Rückblende auf die Erwartungen an das Millennium und die zahlreichen weitreichenden Ereignisse, Innovationen und Entwicklungen seitdem ermöglichte den Teilnehmenden einen erfrischten Blick in die Zukunft. Zu den besprochenen Ideen gehörten unter anderem ein technisch hoch versiertes eGovernment mit schnellen und einfachen Dienstleistungen für die BürgerInnen auch über Staatsgrenzen hinweg. Starke und unabhängige, vom Staat gestützte und geförderte dezentralisierte „Grassroots-Initiativen“ der BürgerInnen wurden ebenfalls diskutiert.

Die Beziehungen und Vernetzungen zwischen den BürgerInnen, dem Staat und dem privaten Sektor in der Zukunft wurden anhand von drei Persona-Vorlagen im Jahre 2035 durchleuchtet. Die TeilnehmerInnen sehen in „co-creation“ herausgearbeitete Initiativen eines effizienten und digitalen eGovernment voraus, welcher sich an der Qualität der Leistungserbringung am privaten Sektor orientieren wird müssen. Die persönlichen Daten der BürgerInnen werden die Form einer „Ersatzwährung“ annehmen, mit welcher personifiziert diverse Dienstleistungen des Staates erworben werden können. Gleichzeitig werden die BürgerInnen das Recht haben, ihre digitale Individualität zu schützen und nicht zu veröffentlichen. Die vorangeschrittene Digitalisierung sowie gut auf die Bedürfnisse der BürgerInnen ausgebildete und abgestimmte Bundesbedienstete werden die Beziehung zwischen dem Staat und den BürgerInnen „direkter“ und „individueller“ machen.

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