Publikationen

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Die Pfadabhängigkeit von Demokratiereformen in Österreich (in Journal für Rechtspolitik, S. 171-181)

01
10
2017

Der Beitrag analysiert Demokratiereformen und die dahingehenden Debatten seit Ende der 1990er-Jahre. Im Unterschied zu älteren Studien und Forschungsansätzen, die weiterhin auch die rechtswissenschaftliche Diskussion prägen, bezieht er auch Entwicklungen im Verwaltungsbereich mit ein. Dabei wird erkennbar, dass es in Österreich zwei Pfade von Demokratiereformen gibt, „Demokratisierung durch politische Verfahren“ und „Demokratisierung durch Governance“.

Demokratiereformdebatten haben in Österreich in den vergangenen Jahren deutlich an Intensität zugenommen. Sie werden auf sehr unterschiedlichen Ebenen geführt, wobei meist nur die Diskussionen auf Bundesebene und vereinzelt auf Landesebene in der Öffentlichkeit und in der Politikwissenschaft wahrgenommen werden. Demgegenüber ist die Auseinandersetzung mit Reformdebatten auf lokaler Ebene und im Verwaltungskontext meist auf Interessensgruppen, (un-)mittelbar Beteiligte und einzelne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschränkt. Im Hinblick auf die wissenschaftliche Befassung kommt in diesem Bereich der teilnehmenden Forschung, die durch und über die Mitwirkung in konkreten Reformprojekten erfolgt, ein großer Stellenwert zu.

Ziel des Beitrags ist eine Erweiterung existierender (primär) politikwissenschaftlicher Untersuchungen zu Demokratie- und Verfassungsreformdiskussionen in Österreich für den Zeitraum seit Mitte der 1990er-Jahre. Dabei wird insbesondere die Frage nach der Pfadabhängigkeit von Demokratiereformdiskussionen in Österreich gestellt. Der vorliegende Ansatz ist dabei betont breit und bezieht Diskussionen im Bereich der repräsentativen und direkten Demokratie ebenso wie jene über Beteiligung im Bereich der Gemeinde und der allgemeinen staatlichen Verwaltung mit ein. Ausgeklammert bleiben hingegen Wahlrechtsdebatten.

Zunächst erfolgt eine Darstellung des Standes der Forschung, die vor allem den Zeitraum bis 1997 abdeckt, dabei aber die Verwaltung als selbständige Akteurin ausblendet. Hierbei werden die bisherigen Forschungsansätze um seither hinzugetretene Leitbilder ergänzt und die weitere Entwicklung und Diversifizierung von Demokratiereformen nachgezeichnet. Auf dieser Grundlage werden Erklärungsansätze vorgeschlagen, die einerseits Basis für eine Vertiefung der Forschungsansätze sein können, und die andererseits auch Möglichkeiten der Weiterentwicklung von Demokratiediskussionen sichtbar machen können.

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Peter Biegelbauer
Center for Innovation Systems & Policy (AIT)
Christoph Konrath
Parlamentswissenschaftliche Grundsatzarbeit (Österreichisches Parlament)

Zukunft Neu Denken - Die wirkungsorientierte Verwaltung bringt Österreich weiter

31
08
2016

Anders als weithin angenommen ist die Verwaltung keine statische Organisation, sondern agiert, reagiert und verändert sich mit der Zeit und entsprechend der Zeit. Auf ihrem Wissen, auf ihrer Expertise stützen sich Entscheidungen, die weit in die Zukunft reichen. Kurz, sie bereitet der Politik und ihrem Handeln den Boden. Im Zentrum dieser Leistung steht die wirkungsorientierte Verwaltungssteuerung, einer ergebnisorientierten Herangehensweise im Gegensatz zu althergebrachten Inputorientierung. Um die Folgen staatlichen oder gesellschaftlichen Wirkens absehen und einschätzen zu können, bedarf es der intensiven ressortübergreifenden Kommunikation auf gemeinsamer Basis. So, dass die linke Hand weiß, was die rechte tut. Diese Wirkungsorientierung ist weit mehr als nur ein Instrument zur Steigerung der Effizienz innerhalb der öffentlichen Verwaltung. Sie ermöglicht einen neuen Grad an Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit, den Bürgerinnen und Bürgern, jedem und jeder Einzelnen. Sie ist sozusagen das Kernelement der Verwaltung des 21. Jahrhunderts. Offen, nachvollziehbar, berechenbar und vorausschauend. Hier wird sie erstmals beschrieben und porträtiert.

Franziskus von Kerssenbrock liefert mit „Zukunft neu denken“ einen informativen Überblick über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der österreichischen Verwaltung. Zahlreiche Grafiken, Statements bekannter und mit der Materie vertrauter Persönlichkeiten aus allen beteiligten Bereichen sowie ein Glossar zu den Begrifflichkeiten der Wirkungsorientierung runden das Überblickswerk ab.

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Franziskus von Kerssenbrock
Freier Autor

Governmental Ideation Systems (in Capitalizing on Creativity at Work, S. 305-319)

01
07
2016

How does one implement highly creative ideas in the workplace? Though creativity fuels modern businesses and organizations, capitalizing on creativity is still a relatively unchartered territory. The crux of this issue is explored as contributors present and analyze remedies for capitalizing on highly creative ideas.

Editors Miha Skerlavaj, Matej Cerne, Anders Dysvik and Arne Carlsen have gathered a large network of contributors across four continents to craft this relevant, evidence-based and holistic text. Multiple levels, methods, approaches and perspectives are all considered while focusing on a single research question. Chapters feature a combination of research-based materials, stories and short cases to show what can be done to implement highly creative ideas in the workplace.

This extremely relevant subject will be of interest to a large number of organizations worldwide that are looking to tap into the potential of highly creative and possibly useful ideas to build their competitive advantage. Specifically, management consultants in Human Resource Management, innovation, creativity, coaching, and/or leadership will find this book useful. It can also be used in Innovation Management MSc and MBA courses, executive education courses, as well as for PhD researchers and innovation management scholars.

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Peter Parycek
Leiter des Departments für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung (Donau-Universität Krems)
Ralph Schöllhammer
Webster Private University
Judith Schoßböck
Zentrum E-Governance (Donau-Universität Krems)

The real type and ideal type of transdisciplinary processes: part I - theoretical foundations

14
08
2015

Transdisciplinarity integrates or relates different epistemics from science and practice (Mode 2 transdisciplinarity) or from branches of disciplines if interdisciplinary integration is impossible (Mode 1 transdisciplinarity). The paper explains, based on an analysis of the historical development of the Mode 2 transdisciplinarity concept, how transdisciplinary processes link interdisciplinary applied research and multi-stakeholder discourses by facilitating methods. We elaborate on what type of problems may be managed using what knowledge, how this might be accomplished, what types of objectives are desired, and by what organizational means. Thus the paper presents ontology, epistemology, methodology, functionality, and organization of an ideal type of transdisciplinary process. Socially robust orientations are the expected outcomes of this process. These orientations provide science-based, state-of-the-art, socially accepted options of solutions which acknowledge uncertainties and the incompleteness of different forms of epistemics (i.e., of knowing or thought), in particular within the sustainable transitioning of complex real-world Problems.

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Roland W. Scholz
Fraunhofer Institute for Interfacial Engineering and Biotechnology (IGB)
Gerald Steiner
Dekan der Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung (Donau-Universität Krems)

Problem Discovery as a Collaborative, Creative, and Method-Guided Search for the “Real Problems” as Raw Diamonds of Innovation

29
09
2014

This paper poses that the creative search for frequently hidden “real” problems is critical if innovation aims at comprehensive system improvements and changes in thinking paradigms, rather than simple, incremental changes. These hidden real problems can perhaps best be symbolized by raw diamonds, which one strives to find in order to then grind them into sparkling diamonds, i.e. innovation. Currently, problem solving-related research focuses on the analysis and solution of predefined problems, with little emphasis on problem reframing and systemic discovery; moreover, inter- and transdisciplinary collaborations for problem finding and the application of convoluted methods receive little attention. To illustrate the search process for raw diamonds, i.e. the real problem, by way of example, a comprehensive “toolbox of convoluted methods” is applied as part of a comprehensive problem discovery process. The Planetary Model of Collaborative Creativity (PMCC) serves as the conceptual basis for this method-based search for the real problems. It shows that this toolbox requires 1) Collaborative effort; 2) Comprehensive competences (personal, professional domain, systemic, creativity, and sociocultural competences); and 3) A circular creative problem solving process, which is embedded within a sequential working process.

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Gerald Steiner
Dekan der Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung (Donau-Universität Krems)

Adopting a New Political Culture: Obstacles and Opportunities for Open Government in Austria (in The Paradox of Openness, S. 210-236)

01
07
2014

Openness implies bottom-up empowerment and top-down transparency. The Paradox of Openness analyses the tensions encountered when openness is applied to the quest for democracy and markets, freedom and truth, compliance and transparency, and consensus and dissent in progressive Nordic societies.

Informationen und Bestellung

Peter Parycek
Leiter des Departments für E-Governance in Wirtschaft und Verwaltung (Donau-Universität Krems)
Judith Schoßböck
Zentrum E-Governance (Donau-Universität Krems)
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