Innovation-Lab Symposium 2018

18
01
2018
09:30 - 18:15 Uhr
GovLabAustria

 

Ob Blockchain, globaler Wandel oder die Transparenz von Algorithmen: Die öffentliche Verwaltung ist mit zunehmend komplexen Fragen konfrontiert. Wollen wir aktuelle Herausforderungen nachhaltig adressieren und Prozesse neu denken, sind wir auf das „Wissen der Vielen“ und damit auf die Zusammenarbeit mit BürgerInnen, Wirtschaft und Wissenschaft angewiesen. Dies war die einhellige Meinung der ExpertInnen, die sich im Rahmen des GovLabAustria Innovation-Lab Symposiums zu einem sektorenübergreifenden Gedankenaustausch trafen.

Beim zweiten Innovation-Lab Symposium, das am 18. Jänner 2018 an der Donau-Universität Krems stattfand, wurden aktuelle Projekte zur BürgerInnen-Beteiligung sowie weitere EU-geförderte Forschungsprojekte im Bereich der öffentlichen Verwaltung vorgestellt und diskutiert.

Im Dialog

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit namhaften ExpertInnen aus Wissenschaft, Gesellschaft und Verwaltung wurden Erfahrungen mit BürgerInnenpartizipation ausgetauscht. Ein Eckpunkt für den erfolgversprechenden Einsatz von Partizipation ist dabei der vorhandene Gestaltungsspielraum in der Entscheidung. So warnte Philippe Narval, Geschäftsführer des Forums Alpbach, vor reinen Scheinprozessen, in denen Bürgerbeteiligung zum „Akzeptanz-Management“ missbraucht werde. Wichtig sei es, zunächst sicherzustellen, dass die Ergebnisse eines Beteiligungsprozesses auch umgesetzt werden könnten, forderte er. Auch Eva Bertram, Leiterin des Referats „Innovation, Digitale Chancen & Strategie“ in Nordrhein-Westfalen, betonte, Bürgerbeteiligung mache die öffentliche Verwaltung schlauer, aber nur, wenn sie auch ernst gemeint sei.

Open Space

Im Anschluss hatten die TeilnehmerInnen im Rahmen eines „Open Space“ Gelegenheit, sich über acht Projekte aus dem Bereich der Public Sector Innovation zu informieren und mit den Verantwortlichen an konkreten Lösungsansätzen zu arbeiten.

Nähere Informationen zu den präsentierten Innovationsprojekten sowie die Kontaktdaten der AnsprechpartnerInnen finden Sie hier:

Im Rahmen eines GovLabAustria Innovationsprojektes wird getestet, wie Expertise aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bestmöglich zusammengeführt und verstärkt in den Prozess der Rechtsetzung einfließen kann. Konkret sollen Muster-Beteiligungsverfahren („Use-Cases“) zu zwei realen Gesetzesvorhaben durchgeführt und konkrete Implementierungsempfehlungen abgegeben werden.

Im Rahmen des „Open Space“ diskutierten die TeilnehmerInnen Potentiale, Probleme und mögliche Lösungsansätze für eine transparentere und partizipativere Gesetzgebung in Österreich. Der Fokus der Tischdiskussionen lag sowohl auf der Politikformulierungs- als auch auf der Begutachtungsphase.

Das größte Potential bzw. der größte Mehrwert einer breit aufgesetzten Beteiligung wurde von den TeilnehmerInnen in der Politikformulierungsphase gesehen. Ausgehend von Weißbüchern, Politikentwicklungskonferenzen, parlamentarischen Enqueten oder den Wirkungszielen der Bundesverwaltung könnte die Expertise von BürgerInnen und Interessensvertretungen möglichst frühzeitig in den Gesetzgebungsprozess einfließen.
Wenngleich die eigentliche Begutachtungsphase, aufgrund des bereits weit fortgeschrittenen Ministerialentwurfs nur wenige geeignete Ansatzpunkt zur Beteiligung bietet, sollte auch hier eine Einbindung der Öffentlichkeit, jedoch in spezialisierter bzw. verengter Form, erfolgen.
Unabhängig allfälliger Beteiligungsprozesse wurde von den DiskutantInnen eine leichter verständliche Formulierung von Gesetzen als wesentliche Voraussetzung für mehr Transparenz und Öffentlichkeitbeteiligung genannt.
Bezugnehmend auf die technische Infrastruktur wurde festgehalten, dass die Schwellen zur Beteiligung niedrig gehalten werden sollen, um niemanden automatisch auszuschließen. Zudem sollte jederzeit ersichtlich sein, wer welchen Vorschlag zu welchem Zeitpunkt eingebracht hat. In Bezug auf die erläuternde Gesetzesfolgenabschätzung (WFA) wurde angeregt, diese zur faktenbasierten Erarbeitung und Verständlichkeit von Gesetzesvorschlägen möglichst frühzeitig in die entsprechenden Prozesse zu integrieren. Als relevant für einen erfolgreichen partizipativen Prozess wurde zudem auch eine ausreichend lange Begutachtungsphase genannt.

Weitere Informationen:
GovLabAustria Projekt-Website

Kontakt:
franz.neunteufl[at]gemeinnuetzig.at
alexander.gruenwald[at]bmoeds.gv.at

Der Workshop rund um das Projekt TOOP brachte viele neue und interessante Themen rund um die Realisierung des Once-Only-Prinzips in Österreich, aber auch auf EU-Ebene auf. Ein essentielles Thema war die Etablierung eines nachhaltigen „Net of Trust of Public Administrations“. Ausschlaggebend hierfür waren die unterschiedlichen Zuständigkeiten und Beziehungen von Behörden zueinander, sowohl auf nationaler aber vor allem auch auf internationaler Ebene. Hier sollte neben der Verwendung etablierter Verfahren, wie z.B. eID, auch über ein zentrales paneuropäisches Trust-Center zur Unterstützung des Austauschs von Registerdaten innerhalb der EU nachgedacht werden.

Ein weiterer Punkt war die Forschung im Bereich der Qualitätssicherung von Daten und Metadaten. Zwar können existierende Daten zwischen Staaten ausgetauscht werden, über deren Mindestqualität und Umfang kann jedoch keine allgemeingültige Annahme im Bereich der Anwendung und Verarbeitung getroffen werden.

Abschließen wurde festgehalten, dass Österreich sein Licht nicht unter den Scheffel stellen muss. Es hat durchaus das Potential und Know-how, in Europa im Bereich OOP eine Vorreiterstellung einzunehmen. Dies sollte auch nach außen getragen und entsprechende strategische Maßnahmen gesetzt werden.

Weitere Informationen:
http://toop.eu/
https://www.facebook.com/onceonlyprinciple
https://twitter.com/toop4eu
https://www.linkedin.com/groups/13514511

Kontakt:
thomas.lampoltshammer[at]donau-uni.ac.at
carl-markus.piswanger[at]brz.gv.at

 

Das von der Donau-Universität Krems koordinierte und von JPI Urban Europe geförderte Projekt „SmartGov“ wird gemeinsam mit 7 Projektpartnern aus Spanien, den Niederlanden, Zypern und Österreich durchgeführt. Zusammengefasst untersucht es, wie öffentliche Verwaltungen ihre Entscheidung bei der Lösung von Problemstellungen auch auf Ergebnisse der Analyse von für die jeweilige Entscheidung relevanten Daten stützen können. Als solche Daten kommen insbesondere offene Daten und Daten, die aus Befragungen der Bevölkerung gewonnen werden (Social Media), in Frage. Beispielsweise kann es auf einem Straßenabschnitt plötzlich aus unklarer Ursache vermehrt zu Verkehrsunfällen kommen. Daten wie Licht-, und Straßenverhältnisse und die Regelung des Verkehrs könnten einer Analyse unterzogen werden und es könnte simuliert werden, welche Auswirkungen Maßnahmen nach der Bewertung durch die Analysesoftware hätten. Welche Auswirkung hätte z.B. eine Begradigung dieses Straßenabschnittes? Würde eine Senkung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit zum erwünschten Ergebnis führen?

Animiert durch die Frage „Welche Anwendungsfälle für datenbasierte Entscheidungen in Wien gibt es?“ diskutierten die TeilnehmerInnen im Open Space zahlreiche Anwendungsfälle aus Bereichen wie Umwelt, demografische Entwicklung, medizinische Versorgung, Veranstaltungsmanagement, Bildung, Straßenverkehr und Energie.

Weitere Informationen:
http://smartgov-project.eu/

Kontakt:
gregor.eibl[at]donau-uni.ac.at (Koordinator)
bettina.rinnerbauer[at]donau-uni.ac.at

 

Im Rahmen des Innovation-Lab Symposiums 2018 wurden zwei Projekte zum Thema „Innovationsnetzwerke“ aus dem Forschungsbereich „Kreativität und Innovation“ am Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement vorgestellt.

Die erste Studie untersuchte Faktoren, die den Austausch informellen Wissens zwischen MitarbeiterInnen des öffentlichen Dienstes fördern. Ausgangspunkt dieser Studie ist die implizite und explizite Einstellung Wissen weiterzugeben sowie mit ihr in Verbindung stehende Faktoren (u.a. Beziehungsqualität, Förderung des Wissensaustauschs seitens der Organisation, physische Nähe). Die Ergebnisse dieser Studie wurden diskutiert und hinsichtlich weiterer, möglicher Einflüsse, beispielsweise das Geschlechterverhältnis reflektiert.

In der zweiten Studie wurde im Zuge des Forschungsprojekts „Collective Mind“ eine Untersuchung zum Thema kollektive Intelligenz vorgestellt. In Kooperation mit der Stadt Wien wurde gezeigt, dass Stakeholder-Gruppen mehr neue Ideen generieren, wenn sie zuvor instruiert wurden, die Perspektive anderer Personen einzunehmen. Es wurden die theoretischen Grundlagen, empirische Erkenntnisse aus früheren Studien sowie Implikationen für die Praxis diskutiert.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Weitere Informationen:
www.donau-uni.ac.at/wuk

Kontakt:
lukas.zenk[at]donau-uni.ac.at
nicole.hynek[at]donau-uni.ac.at

Unter dem Label Innovation Factory fasst das Bundesrechenzentrum verschiedenste Innovationsprojekte zusammen. Dazu wird sowohl Raum für Ideation und Kreativität als auch insbesondere für die Umsetzung digitaler Lösungen geboten. Es handelt sich dabei einerseits um serviceorientierte Projekte wie virtuelle Assistenten oder Chatbots, die BürgerInnen bei Behördenwegen unterstützen, aber auch um technologieorientierte Projekte wie Blockchain-Lösungen zur Absicherung von Prozessen der Verwaltung. Im Sinne von „Innovation as a Service“ bietet das BRZ der Verwaltung damit Methoden und Technologien, die sonst von Start-ups bekannt sind und es ermöglicht, intuitive digitale Services für BürgerInnen und Verwaltung zu schaffen.

In der regen Diskussion wurden neben tiefergehenden Fragen zum Format der Innovation Factory, Herausforderungen und Ideen in der Digitalisierung der Verwaltung behandelt. So müssen etwa bei digitalen Behördengängen sowie einem zentralen Zugang von BürgerInnen zur Verwaltung Datenschutzfragen besonders beachtet werden. Auch die Mündigkeit von BürgerInnen hinsichtlich des Schutzes ihrer eigenen Daten sollte gestärkt werden, um die Leichtfertigkeit einzudämmen, mit der heute etwa bei Services der Privatwirtschaft AGBs weggewischt werden. BürgerInnen sollten in die Entwicklung von Services nicht nur zu Beginn, sondern zyklisch einbezogen werden, wobei dies nicht (nur) in Online-Tools, sondern insbesondere persönlich erfolgen sollte.

Kontakt:
gerhard.embacher-koehle[at]brz.gv.at
http://www.brz.gv.at/

 

Das arbeit plus Innovation Lab ist ein offener Raum um das Thema „Arbeit“, das in all seinen Erscheinungsformen und mit all seinen Herausforderungen für Individuen, Unternehmen, Staat und Gesellschaft betrachtet wird. Das reicht von der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und der Schaffung qualitätsvoller, guter Arbeit bis zum Hinterfragen gängiger Erwerbsarbeitsmodelle und dem Nachdenken darüber, wie Gesellschaften mit der steigenden Automatisierung und Digitalisierung von Arbeit umgehen können.

Im Open Space von arbeit plus wurde die Frage nach dem perfekten Arbeitsplatz diskutiert. Dieser sollte Arbeiten und Lernen vereinen, sowie Raum zur Mitgestaltung geben. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die individuelle Autonomie über Arbeitszeit und Arbeitsort, aber auch dass zeitgleich produktive Teamarbeit möglich bleibt. Die Bezahlung soll dem gesellschaftlichen Wert der Arbeit entsprechen und die Arbeitskultur soll offen und wertschätzend sein. Es wurden viele weitere interessante Punkte diskutiert, die im arbeit plus Innovation Lab von allen Interessierten vertieft werden können.

Weitere Informationen:
http://arbeitplus.at/innovation-lab/

Newsletter:
aktuelle Lesearbeit http://mailchi.mp/407a2cf32085/arbeit-plus-innovation-lab-lesearbeit01
eintragen unter http://eepurl.com/c5OJd9

Kontakt:
schifteh.hashemi[at]arbeitplus.at
+43 676 92 82 314

Die Besucherinnen und Besucher nutzten den Open Space der IÖB-Servicestelle (innovationsfördernde öffentliche Beschaffung) dazu, sich bei Projektmanager Andreas Laux zum derzeit kostenlosen Angebot der IÖB-Servicestelle im Detail zu informieren und Kooperationsmöglichkeiten zu erfragen. Besprochen wurden u.a. wie Führungskräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in IÖB-Workshops Ansatzpunkte für innovative Beschaffungsprojekte erkennen? In welchen Fällen kann eine IÖB-Challenge über www.innovationspartnerschaft.at helfen, Lösungen für die Herausforderungen der eigenen Institution zu finden? Wie funktioniert der Übergang in eine nach dem Bundesvergabegesetz zu gestaltende Ausschreibung? Wann können IÖB-Challenges in einer Direktvergabe münden? Mit welchen Begleitmaßnahmen wurden mehr als 20 Einreichungen und letztlich die angestrebte Problemlösung gemeinsam mit dem Schloß Schönbrunn erreicht? Wie kann ein mir bekanntes Unternehmen in den Online-Marktplatz aufgenommen werden?

U.a. mit Vertreterinnen des Sozialministeriums, der Verwaltungsakademie des Bundes, der FH Wien, 360PM und Element A wird die IÖB-Servicestelle weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausloten. Die IÖB-Servicestelle bedankt sich bei den Besucherinnen und Besuchern für das Interesse, beim Organisationsteam für die wichtige Möglichkeit zum Austausch und steht jederzeit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Sektors sowie innovativen Unternehmen für ein Informationsgespräch zur Verfügung.

Weitere Informationen:
www.ioeb.at
www.innovationspartnerschaft.at

Kontakt:
+43 1 245 70 817 (Serviceline)

Komplexe Herausforderungen wie steigende Arbeitslosigkeit, Migration und die Auswirkungen des Klimawandels auf die heimische Wirtschaft erfordern zunehmend gesamtgesellschaftliche Zusammenarbeit. Das Institut Art of Cooperation widmet sich daher der Erforschung und Verbreitung von Methoden für wirkungsvolle Kooperation zwischen Privatwirtschaft, Verwaltung und drittem Sektor.

Unser Workshop stellte die Teilnehmenden und deren Anliegen in den Mittelpunkt. Denn Kooperation bedeutet vor allem auch, Beziehungen aufzubauen. Darum stellten sich die Teilnehmenden in einem ersten Schritt nicht selbst vor, sondern jeweils ihr Gegenüber. Um in der kurzen Zeit echten Wert zu schaffen, wurde dies keine klassische Vorstellungsrunde. Jede Person nannte eine derzeitige Herausforderung und eine Ressource die sie benötigt, um dieses Problem zu lösen. In einem zweiten Schritt bot der Rest des Tisches konkrete Ideen zur Unterstützung an. So entstand eine Runde von kollegialer Beratung und Austausch. Schnell zeigte sich, was in nur 30 Minuten fokussierter Zusammenarbeit möglich ist: Jede/r Teilnehmende hatte am Ende der Session einen nächsten Schritt vor Augen und einen neuen Kontakt gefunden.

Angelika Schanda ist Mitbegründerin von Art of Cooperation – Institut für wirkungsvolle Kooperation. Sie koordinierte zahlreiche Vernetzungs- und Kooperationsveranstaltungen in fünf Ländern und in Zusammenarbeit mit mehr als 100 Organisationen. Im Rahmen eines europäischen Masterstudiums spezialisierte sie sich auf Entscheidungs- und Moderationsmethoden für interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Kontakt:
angelika.schanda[at]gmx.net

Workshop „Österreich 2035 – Der Staat und Ich“

Im Rahmen eines Workshops zum GovLabAustria Innovationsprojekt „Österreich 2035 – der Staat und Ich“ wurden erste Erkenntnisse aus dem laufenden Beteiligungsverfahren zum Projekt präsentiert. Zudem wurden die TeilnehmerInnen zur Diskussion erster gewonnener Erkenntnisse und zur Definition konkreter Umsetzungs- und Projektideen in Kleingruppen eingeladen.

Im Projekt „Österreich 2035 – Der Staat und Ich“ gilt es, die „Intelligenz der Vielen“ zu nutzen, um in einem offenen Prozess unter Beteiligung einer Vielzahl relevanter StakeholderInnen Konzepte, Prozesse und Instrumente für eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit zwischen Staat und Gesellschaft zu entwickeln. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Firma Collective Insights umgesetzt.

Im Herbst 2017 waren über 800 Personen aus unterschiedlichen Sektoren eingeladen, auf einer innovativen Online-Plattform zur Kernfrage des Projekts Stellung zu nehmen: „Wie müssen wir die Interaktion zwischen Staat, BürgerInnen und Unternehmen in Zukunft gestalten, damit wir effizient und effektiv zusammenarbeiten und so einen wichtigen Beitrag einem guten Zusammenleben leisten?“

Aus den einzelnen Stellungnahmen wurden, unterstützt durch eine intelligente Software und die „Intelligenz der Vielen“, 7 zentrale Erkenntnisse generiert, welche im Rahmen des Innovation-Lab Symposiums 2018 erstmals präsentiert wurden.

Die Workshop-Teilnehmerinnen wurden eingeladen, die gewonnenen 7 Erkenntnisse zu beurteilen, zu ergänzen, Anknüpfungspunkte zu bestehenden Projekten zu identifizieren und erste Umsetzungsideen zu diskutieren.

Die Erkenntnisse sowie konkrete Einzelstellungnamen finden Sie auf unserer Beteiligungsplattform.

Die Ergebnisse der Gruppendiskussionen fließen in den Entwicklungsprozess ein. Hier einige Schlaglichter:

  • Bei Erkenntnis 1: PERSPEKTIVWECHSEL – DER STAAT ALS DIENSTLEISTER lag der Schwerpunkt der Diskussion auf der Beziehungsgestaltung zwischen dem Staat und den BürgerInnen, zwischen KundInnen und Dienstleistern.
  • Die Diskussion zu Erkenntnis 2: POTENZIALE DER DIGITALISIERUNG NUTZEN brachte die Empfehlung, bei der Nutzung sämtlicher Potenziale der Digitalisierung den Datenschutz an die erste Stelle zu setzen. Die Aufgaben der Zukunft liegen darin, regelmäßige Feedback-Schleifen mit den ExpertInnen und den Fachabteilungen einzubauen und die Monopolstellung des Staates zu respektieren.
  • Die Arbeitsgruppe zu Erkenntnis 3: VERTRAUEN UND OFFENE KOMMUNIKATION hat erkannt, dass die „Wahrhaftigkeit“ immer vor der „Wahrheit“ stehen muss, da die Interaktion zwischen dem Staat und den BürgerInnen die Basis einer jeden funktionierenden Gesellschaft ist. Weitere Themen waren die Integration der BürgerInnen in sämtliche laufende Prozesse und die Verinnerlichung von Transparenz als oberster Maxime seitens des Bundes.
  • Die Gespräche zu Erkenntnis 4: KOMPETENZEN STÄRKEN hatten die kontinuierliche Optimierung der Personalrekrutierung zum Thema sowie das Erkennen und Fördern von Personalpotenzialen.
  • Die Berücksichtigung der „User experience“ in der Entwicklung neuer Prozesse sowie die leichte Anwendbarkeit von Tools für alle Bevölkerungsgruppen prägten die Gespräche zu Erkenntnis 5: QUALITÄTEN DER NEUEN DIGITALEN PROZESSE.
  • Die Diskussion zu Erkenntnis 6: DIENSTLEISTUNGEN UND SERVICES PARTIZIPATIV ENTWICKELN fokussierte die Bedeutung von verwertbarer Partizipation und die Bedeutung der Beteiligung von marginalisierten Gruppen
  • Die Diskussion zu Erkenntnis 7: TRANSPARENZ ALS VORAUSSETZUNG FÜR KOLLABORATION war geprägt von der Aussage, dass Prozesstransparenz erstrebenswert ist und Informationen allein oftmals nicht Antrieb genug sind, um Kollaborationen zu initiieren.

Alle Diskussionen führten zu der Erkenntnis, dass die Arbeit des Bundes und der Verwaltung in mittelfristig stark KundInnen- bzw. BürgerInnen-zentriert ausgerichtet werden muss sein wird. Die Herausforderung der Zukunft wird darin bestehen, die Kommunikation und die Transparenz zwischen Staat und Gesellschaft zu beschleunigen und zu vereinfachen, jedoch Gleichzeit die Wahrung des Datenschutzes zu gewährleisten.

Nächste Schritte

Basierend auf den Gruppendiskussionen werden die generierten Erkenntnisse weiterentwickelt und veröffentlicht. In einem nächsten Schritt werden konkrete Entscheidungen zu den einzelnen Erkenntnissen formuliert: Welche Projekte gibt es bereits? Welche Projekte werden erweitert? Welche Projekte werden neu entwickelt? Was wird vorläufig nicht umgesetzt?

Informationen zum Projekt finden Sie auf der Projekt-Website sowie auf unserer Beteiligungsplattform.

Österreich2035 Bericht DOWNLOAD
Österreich2035 Präsentation DOWNLOAD

Kontakt:
ursula.rosenbichler[at]bmoeds.gv.at
christian[at]collective-insights.com

Das Projekt „Österreich 2035 – Der Staat und Ich“ wird in Kooperation mit dem EU Policy Lab durchgeführt. Eckhard Störmer (Joint Research Center) stellte den TeilnehmerInnen das Partner-Projekt FuturGov vor. Nähere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Feedback

Zum Abschluss des 2. Innovation-Lab Symposiums führte Harald Preyer die TeilnehmerInnen durch eine online Feedback-Sequenz. Dies BesucherInnen hatten hierbei Gelegenheit, die Veranstaltung mit ihren Smartphones in realtime zu evaluieren.

Die Ergebnisse der Feedback-Sequenz finden Sie hier.
Weitere Beiträge zum Thema Feedback finden Sie auf www.preyer.wien

Programmablauf

08.15 - 09.30

Bustransfer (Haltestelle Wien Oper – Donau-Universität Krems)

OPTIONAL
Zur Inanspruchnahme des kostenlosen Bustransfers ist eine verbindliche Anmeldung im Rahmen der Veranstaltungsanmeldung erforderlich.

09.30 - 10.00

Begrüßungskaffee & On-Boarding

10.00 - 10.05

Begrüßung & Moderation

Alexander GRÜNWALD (GovLabAustria – Bundesministerium für öffentlichen Dienst und Sport)
Bettina RINNERBAUER (GovLabAustria – Donau-Universität Krems)

10.05 - 10.15

Eröffnung

Gerald STEINER
Dekan
Fakultät für Wirtschaft und Globalisierung
Donau-Universität Krems

10.15 - 10.30

Aktivierung

Lukas ZENK (Donau-Universität Krems)

10.30 - 11.30

Im Dialog

Diskussion mit ExpertInnen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Verwaltung zum Thema „Neue Wege der Zusammenarbeit und staatlichen Steuerung: Ansätze, Prinzipien, Zielsetzungen“

Eva BERTRAM
Referatsleiterin Innovation, Digitale Chancen & Strategie
Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Hermann HILL
Lehrstuhl für Verwaltungswissenschaft und Öffentliches Recht
Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer

Philippe NARVAL
Geschäftsführer
Europäisches Forum Alpbach

Peter PARYCEK
Leiter ÖFIT – Kompetenzzentrum Öffentliche IT
Fraunhofer-Institut FOKUS

Ursula ROSENBICHLER
Leiterin Abteilung III/9
Wirkungscontollingstelle des Bundes, Verwaltungsinnovation
Bundesministerium für öffentlichen Dienst und Sport

11.30 - 11.45

Kaffeepause

11.45 - 12.30

Elevator Pitch: GovLabAustria Projekte & PartnerInnen

Elevator Pitch zum Thema „Wer sie sind, was sie leisten und wie sie zu einem funktionierenden Österreich 2035 beitragen“.

Franz NEUNTEUFL (IGO – Die Stimme der Gemeinnützigen)
Stefan KRANABETTER (Bundesministerium für öffentlichen Dienst und Sport)
#GLAinno1: „Partizipation & Transparenz in der Rechtsetzung“

Thomas LAMPOLTSHAMMER (Donau-Universität Krems)
Projekt „TOOP – Once-Only Principle Project“

Bettina RINNERBAUER (Donau-Universität Krems)
Projekt „SmartGov – Advanced Decision Support for Smart Governance“

Lukas Zenk (Donau-Universität Krems)
Studien „Innovationsnetzwerke“

Gerhard EMBACHER-KÖHLE (Bundesrechenzentrum)
Partner „BRZ Innovation Factory“

Schifteh HASHEMI (arbeit plus)
Partner „arbeit plus Innovation Lab“

Andreas LAUX (IÖB – Innovationsfördernde öffentliche Beschaffung)
Partner „IÖB Servicestelle“

Nutzen Sie die Gelegenheit und präsentieren Sie Ihr Innovationsprojekt im Rahmen des Open Space!

12.30 - 13.30

Mittagspause

13.30 - 15.00

Open Space: GovLabAustria Projekte & PartnerInnen

Gelegenheit nähere Informationen zu den im „Elevator Pitch“ präsentierten Projekten und PartnerInnen zu erhalten, sich auszutauschen, Ideen einzubringen und an konkreten Fragestellungen zu arbeiten.

15:00 - 15.30

Kaffeepause

15.30 - 16.45

Workshop: Österreich 2035 - Der Staat und Ich

Präsentation erster Erkenntnisse aus dem Beteiligungsverfahren zum Projekt „Österreich 2035 – Der Staat und Ich“ sowie Diskussion und Definition konkreter Umsetzungs- und Projektideen in Kleingruppen.

Christian DAVEPON (Collective Insights DE)
Ursula ROSENBICHLER (GovLabAustria – Bundesministerium für öffentlichen Dienst und Sport)
Eckhard STÖRMER (EU Policy Lab)

16.45 - 17.00

Abschluss & Off-Boarding

17.00 - 18.15

Informelles Beisammensein

18.15 - 19.30

Bustransfer (Donau-Universität Krems – Haltestelle Wien Oper)

OPTIONAL
Zur Inanspruchnahme des kostenlosen Bustransfers ist eine verbindliche Anmeldung im Rahmen der Veranstaltungsanmeldung erforderlich.

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